Dr. Paul Eisewicht

Institut für Soziologie // Fakultät 12 // Technische Universität Dortmund // D-44221 Dortmund

Raum 2.430 (Emil-Figge-Str. 50)
Fon/Fax: +49/231/755 – 2869

paul.eisewicht@tu-dortmund.de

Lebenslauf (PDF)
Lehrverzeichnis (PDF)
Publikationsverzeichnis (PDF)


Thematische Schwerpunkte

  • kulturelle Erlebniswelten
  • Konsum als Handlungsproblem
  • Dynamiken und Differenzen im Kompetenzerwerb
  • Zugehörigkeit zu und Zusammengehörigkeit in sozialen Gruppen
  • Glokalisierung und Digitalisierung von Gesellungen und Konsum

Theoretische Schwerpunkte

  • neuere Wissenssoziologie
  • Rollen- und Interaktionstheorie
  • Mundanphänomenologie

Methodische Schwerpunkte

  • Vielfalt Qualitativer Forschung
  • Qualitative Methoden im Zuge des ‚Material‘ und ‚Digital Turn‘
  • Komparative Verfahren mit Bild- und Videodaten
  • Ethnographische Forschungsprogramme

Empirische Felder

  • juvenile Szenen, Aneignungskulturen, Markengemeinschaften, posttraditionale Gesellungen
  • Online-Shopping, Curated Shopping, illegalisierter Konsum, Konsumunzufriedenheiten
  • Smartphone-Fotografie, App-Store-Hacking, Musikvideos, Horrorfilme

Eine Art ‘wissenschaftliches Selbsporträt’

Meine vorrangigen Forschungsinteressen sind die soziomaterielle (konsumtive) Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Zugehörigkeiten, die Erfahrung und Bedeutung von Zusammengehörigkeiten, sowie die Bearbeitung von Handlungsproblemen im konsumtiven Alltag. Ich verfolge damit die Frage, wie Menschen auf Grundlage ihres kulturell vermittelten und individuell angeeigneten Wissens welche Handlungsprobleme wahrnehmen und wie sie diese zu lösen versuchen, dabei Kompetenzen entwickeln und Zu- bzw. Zusammengehörigkeiten erfahren und managen. Übergreifend geht es mir darum die Bedeutung von umfassenden sozialen Transformationsprozessen – wie der Glokalisierung, Individualisierung, Ökonomisierung und Digitalisierung – für diese Phänomene nachzugehen.

Methodisch geht es mir um die adäquate und angemessene Beschreibung sozialer Phänomene, um dadurch diese deutend zu verstehen und ursächlich erklären zu können. Dies erfordert die materiellen und sinnlichen Erfahrungsqualitäten sozialer Phänomene zu berücksichtigen, indem verschiedene Datentypen erhoben und hinsichtlich ihrer je eigenen Qualitäten und Limitationen reflektiert werden. Daher ist die Anwendung und Weiterentwicklung komparativer Zugänge auch Teil meiner Arbeit.

Theoretisch verfolge ich meine Arbeit in einer strengen handlungstheoretischen Perspektive, wie sie in der Mundanphänomenologie protosoziologisch begründet und in der neuren Wissenssoziologie in soziologischer Absicht weitergeführt ist. Diese Perspektive reicht für mich auch an Fragen der Ausgestaltung sozialer Rollen und dem subjektiven Verständnis des ‚In-Situation-Seins‘ heran, wie sie in interaktionistischen Ansätzen elaboriert sind.

„What sociologists most need to know is what goes on behind the faces of men, what it is that makes life for each of us either dull or thrilling.“ (Wiliam James)

„Anyone who is not a complete idiot can do fieldwork, and if the people he is working among have not been studied before he cannot help making an original contribution to knowledge. But will it be to theoretical, or just to factual, knowledge? Anyone can produce a new fact; the thing is to produce a new idea“ (Edward E. Evans-Pritchard)

Monographien:

(2020) mit Nicole Burzan (in Vorbereitung): Methoden der empirischen Sozialforschung. Eine Einführung. Baden-Baden: Nomos.

(2016/2020) mit Ronald Hitzler: Lebensweltanalytische Ethnographie – im Anschluss an Anne Honer. Reihe Standards standardisierter und nicht standardisierter Sozialforschung. Hrsg.: Nicole Burzan, Paul Eisewicht und Ronald Hitzler. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

(2015): Die Kunst des Reklamierens. Beitrag zum Verständnis von Konsum als Handlungsproblem. (Zugleich Universitätsdissertation 2013‚ Reklamieren als Form kompetenten Konsumhandelns). Reihe Wissen, Kommunikation und Gesellschaft. Hrsg.: Hans-Georg Soeffner, Ronald Hitzler, Hubert Knoblauch und Jo Reichertz. Wiesbaden: VS.

(2010) mit Tilo Grenz: Frei und auf den Beinen und gefangen will ich sein. Über die ‘Indies’. Berlin: Verlag des Archivs der Jugendkulturen.