Neuerscheinung

Kritik der Hermeneutischen Wissenssoziologie

Hitzler, R., Reichertz, J., Schröer, N. (Hrsg.)

2019

 ISBN: 978-3-7799-3957-3

Die Hermeneutische Wissenssoziologie ist zwanzig Jahre nach ihrem ersten Auftritt einer der prominenten Ansätze der interpretativen Sozialwissenschaft. In diesem Sammelband positionieren sich Befürworterinnen und Befürworter und Kritikerinnen und Kritiker der Hermeneutischen Wissenssoziologie, und so wird deutlich, wie sich diese Art der Wissenssoziologie in Auseinandersetzung mit anderen Methodologien, etwa der Grounded Theory, der Ethnomethodologie und der Ethnographie, aber auch in Auseinandersetzung mit anderen sozialtheoretischen Ansätzen wie der Diskursanalyse, der Praxistheorie und der Akteur-Netzwerk-Theorie weiterentwickelt und ausdifferenziert hat.

Neuerscheinung

„Gestanden!“ Aneignungsprozesse durch Körperwissen beim Skateboarding

Eine lebensweltanalytische Ethnographie

Nowodworski, Pao

2019

 ISBN: 978-3-8288-4369-1

„Am Ende musste schon selber machen und ausprobieren“, so ein Skater auf die Frage, wie ein bestimmter Trick funktioniere.

In einer bewegungsorientierten Szene, wie dem Skateboarding, sind die Beteiligten nicht an geregelte Trainingseinheiten, wie dies in „klassischen“ Sportarten typischerweise der Fall ist, gebunden. Nichtsdestoweniger vollziehen die Skaterinnen und Skater komplexe Bewegungsabläufe, die ein Höchstmaß an Körperbeherrschung abverlangen. In einer lebensweltanalytischen Ethnographie taucht der Autor in die Welt der Skaterinnen und Skater ein, um diese Aneignungsprozesse zu rekonstruieren. Durch beobachtendes Teilnehmen werden die skatespezifischen Bewegungsabläufe in ihren Sedimenten untersucht. Hierbei nimmt das nur schwer zu explizierende Körperwissen eine bedeutende Rolle ein, da Skateboarding eine bewegungs- und körperzentrierte Szene ist.

6. Fudaer Feldarbeitstage

Herumschnüffeln – aufspüren –
einfühlen

Ethnographie als ’hemdsärmelige’ und reflexive Praxis

Herausgeber: Hitzler, R., Klemm, M., Kreher, S., Poferl, A., Schröer, N. (Hrsg.)

2018

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 ISBN: 978-3-939556-66-4

Ethnographisch zu forschen bedeutet selbstverständlich, Daten methodisch kontrolliert zu erheben und auszuwerten. Allerdings ist für das Betreiben von Ethnographie nicht primär methodische Raffinesse kennzeichnend, sondern das reflektierte Verhältnis zum Gegenstand des jeweiligen Erkenntnisinteresses. Dieses reflektierte Verhältnis konstituiert sich im ständigen Abgleich von Fragestellung, Forschungsvollzug und Teilhabe am einschlägigen wissenschaftlichen Diskurs. Bei den 6. Fuldaer Feldarbeitstagen wurde, konkretisiert an den je aktuellen Forschungsinteressen der Teilnehmenden, eben dieser Diskurs im Hinblick auf die Stichworte „Herumschnüffeln, Aufspüren und Einfühlen“ empirisch, methodisch, methodologisch und theoretisch geführt.

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Buchveröffentlichung

Typologische Konstruktionen

Prinzipien und Forschungspraxis

Herausgeber: Burzan, N., Hitzler, R. (Hrsg.)

2018

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 ISBN: 978-3-658-21011-3

  • Zur Konstruktion von Typen in der empirischen Sozialforschung
  • Theoretische Fundierung und empirische Beispiele
  • Wie kann Typenbildung bei der Auswertung von Datenmaterial sinnvoll vorgenommen werden?

Die Ordnung und Neuordnung von Phänomenen in der empirischen Forschung hin zu Typen und einer sie umfassenden Typologie stellt in der Regel eine – kreative – Anstrengung dar. Im Gegensatz zu Typisierungen im Alltag sind beim wissenschaftlichen, systematischen Typisieren klare Definitionen von Typen erforderlich, die vom empirischen Phänomen stimmig abstrahieren (ohne es auf kontextisolierte Merkmale zu reduzieren). Dennoch sind Typen nicht das Endziel einer empirischen Untersuchung, sondern eher eine Etappe bzw. ein Zwischenziel zu einer theoretischen Aussage. In den in diesem Band versammelten Beiträgen werden allgemeine Prinzipien typologischer Konstruktionen reflektiert und Ausschnitte aus umfassenderen empirischen Projekten präsentiert. Damit kann die Leserin bzw. der Leser unterschiedliche Stadien von Typisierungen und typologischen Konstruktionen und auch unterschiedliche Ausschnitte aus  Reflexionen zum Theorie-Empirie-Verhältnis mitverfolgen.

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Buchveröffentlichung

Hybride Events

Zur Diskussion zeitgeistiger Veranstaltungen

Herausgeber: Betz, G.J.; Hitzler, R.; Niederbacher, A.; Schäfer, L. (Hrsg.)

2017

Hybride Events

Softcover ISBN: 978-3-658-16824-7

Schnippeldiskos, Kopfhörerpartys, BarCamps, Star Wars-Gottesdienste: Als Hybride Events bezeichnen wir solche inszenierten Ereignisse, die aus augenfälligen Kombinationen mindestens zweier Arten von Ereignissen bestehen, die als verschiedenen kulturellen Bereichen zugehörig angesehen werden (z.B. Fest und Feier, Ernst und Spaß, Information und Unterhaltung, Action und Comedy, Wissenschaft und Sport usw.). In dem Band untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen Fallbeispiele solcher Ereignisse, versuchen diese theoretisch zu fassen und gesellschaftsdiagnostisch auszuwerten.

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6. Fuldaer Feldarbeitstage

Fuldaer Feldarbeitstage

Buchveröffentlichung

Theoretische Einsichten

Im Kontext empirischer Arbeit

Herausgeber: Burzan, Nicole, Hitzler, Ronald (Hrsg.)

2017

Theoretische Einsichten- Im Kontext empirischer Arbeit

Softcover ISBN: 978-3-658-16749-3

Keine Beobachtung (und auch kein Interview, keine Dokumentensichtung und Materialanalyse) ist theoriefrei denkbar. In dem vorliegenden Band wird dargestellt, wie Forschende im wissenschaftlichen „Tagesgeschäft“ zu theoretischen Einsichten gelangen. Konzeptionelle Ordnungen und Abgrenzungen werden mit Bezug auf empirische Gegenstände benannt, verfeinert, aus neuen Blickwinkeln hinterfragt und weitergeführt. Dabei wird erkennbar, dass Theorie und Empirie in aller Regel weit weniger „streng nach Lehrbuch“ als vielmehr unter forschungspragmatischen Gesichtspunkten verknüpft werden.

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Lebensweltanalytische Ethnographie – im Anschluss an Anne Honer

Hitzler, Ronald; Eisewicht, Paul

2016

ISBN:978-3-7799-3426-4

In diesem Buch werden die Standards lebensweltanalytischer Ethnographie im Anschluss an Anne Honer vorgestellt. Neben der Methodologie (Lebensweltanalyse, Ethnographie, Existenzielles Engagement) wird die Methodik (Beobachtung und Teilnahme, Passing, Interpretation und Phänomenologie) vorgestellt und bestimmte Anwendungsfelder beschrieben.

Die im Anschluss an Anne Honer ausgearbeitete lebensweltanalytische Ethnographie steht in der Tradition phänomenologiebasierter Wissenssoziologie. Das mit diesem Ansatz verfolgte zentrale Erkenntnisinteresse gilt der sinnadäquaten Rekonstruktion menschlichen Erlebens, Wissens und Handelns in mannigfaltigen sozialen Zusammenhängen. Illustriert wird das unverzichtbare forschungspraktische ‚Doppelgängertum‘ des Ethnographen zwischen existenziell engagierter beobachtender Teilnahme und analytisch distanzierter eidetischer Deskription und hermeneutischer Interpretation hier anhand zweier stark divergierender Anwendungsbeispiele.

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Old School – New School?

Zur Frage der Optimierung ethnographischer Datengenerierung

Hitzler, Ronald; Kreher, Simone; Poferl, Angelika; Schröer, Norbert (Hrsg.)

Ersterscheinung: 29.08.2016

Old School - New School?ISBN: 9783939556558

 Dass man sich in einem plausiblen Sinne im jeweiligen Forschungsfeld einlassen muss auf unerwartete Erfahrungen, dass man bereit sein muss, sich verwirren zu lassen, Schocks zu erleben, eigene Moralvorstellungen (vorübergehend) auszuklammern, Vor-Urteile zu erkennen und aufzugeben, kurz: dass man eine maximale Bereitschaft haben muss, das, was Menschen tun, die man aufsucht und mit denen man als forschende Person Umgang hat bzw. haben will, so zu verstehen, wie diese anderen Menschen es meinen, ist eine Haltung, die Ethnographie betreibende Personen weitgehend teilen. Bei den hier versammelten Beiträgen der 5. Fuldaer Feldarbeitstage wurden – fokussiert auf die Frage nach Differenzen von Old School und New School – Methodenentwicklungen in ethnographischen Ansätzen reflektiert und ineinandergreifende und alternierende Anwendungen einschlägiger Erhebungs- und Auswertungsverfahren in Relation zueinander auf ihre Möglichkeiten und Grenzen hin diskutiert.

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