Logo
Publikationen
 
 

Reihe
Erlebniswelten

Herausgegeben von

Winfried Gebhardt (gebhardt@uni-koblenz.de)
Ronald Hitzler (ronald@hitzler-soziologie.de)
Franz Liebl (franzl@uni-wh.de)


Zur programmatischen Idee der Reihe

In allen Gesellschaften finden sich vorproduzierte und vororganisierte Erlebnisräume, in denen das menschliche Bedürfnis nach Orientierung und Verortung sich sozial verwirklichen kann. Diese Erlebnisräume verstehen wir als außeralltägliche soziale Konstruktionen, die ritualisierte "Erlebnisprogramme" und mit Sinn und Deutungsmustern aufgeladene "Erlebniszeiträume" zur Verfügung stellen. Sie heben die alltägliche Wirklichkeit und ihre Relevanzstrukturen auf Zeit auf und setzen einen "Kontrapunkt", indem sie "Flucht"- und "Zerstreu-ungsmöglichkeiten" bereitstellen, "Visionen" eröffnen oder - auf ganz andere Weise - der "Umerziehung" dienen.

Unter den Bedingungen fortgeschrittener Individualisierung und Ökonomisierung aller gesellschaftlicher Bereiche lösen sich diese Erlebnisräume immer mehr aus traditionalen institutionellen Bindungen und Verpflichtungen und ent-wickeln sich zum Gegenstand ökonomischer Vermarktung und individuellen Konsums. Diese sogenannten "Erlebniswelten" werden heute nicht nur von Anbietern gezielt - in einem Akt von Design - kreiert und verkauft, sondern auch - in einem Akt des Bastelns - von den Konsumenten im Konsum selbst produziert.

Ihre Ausdrucksformen sind dementsprechend vielfältig. Sie reichen von unterhaltsamen Medienformaten über Shopping Malls und Erlebnisparks bis zu Extremsport- und Abenteuerreise-Angeboten, von alternativen und exklusiven Lebensformen wie Kloster- und Geheimgesellschaften über Science Centers, Schützenclubs, Gesangsvereine, Jugendszenen und Avantgardekulturen bis hin zu "Zwangserlebniswelten" wie Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten.

Die Reihe "Erlebniswelten" versammelt historische wie gegenwartsbezogene Studien aus allen Disziplinen, die sich mit der Beschreibung, Analyse und Gestaltung solcher "Kontrapunkte" befassen. Falls Sie Interesse an der Veröffentlichung eines Buches in dieser Reihe haben, wenden Sie sich bitte an einen der Herausgeber.




Ronald Hitzler/Thomas Bucher/
Arne Niederbacher




Leben in Szenen.

Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute

Leske + Budrich, Opladen: Erlebniswelten Band 3. 2001. 239 Seiten. Kart. 39,80 DM/
37 SFr/291 ÖS ISBN 3-8100-2925-4

Technoide, Hardcores, Gothics, Skater, Sprayer, Videospieler, Daily Soap-Fans, Street Gangsters, Antifas, Junkies, Lebensretter, Sportkletterer - ein 'struktureller' Vergleich solch unterschiedlicher Beispiele jugendkultureller Fokussierungen zeigt nicht nur, daß eine spezielle Form der Vergemeinschaftung für das Selbst- und Weltverständnis von Jugendlichen immer bedeutsamer wird, sondern auch, daß Jugendliche diese Formen der Vergemeinschaftung vor dem Hintergrund vielfältiger Individualisierungsprozesse zunehmend kompetent und selbstverständlich handhaben. Gemeint ist die Orientierung an bzw. das Leben in Szenen.

Das Konzept 'Szene' ermöglicht einen analytischen Vergleich heterogener Kulturformationen und eröffnet zugleich den Blick auf deren je besondere Erlebnisqualitäten. Durch deren empirische Rekonstruktion entsteht ein zugleich differenziertes und strukturiertes Bild kultureller Orientierungen von Jugendlichen heute.

Ausführlichere Information und Bestellmöglichkeit  hier!
Informationen über das Buch- und Zeitschriftenprogramm von
Leske + Budrich




Ronald Hitzler/Michaela Pfadenhauer (Hrsg.)



Techno-Soziologie.

Erkundungen einer Jugendkultur

Leske + Budrich, Opladen: Erlebniswelten Band 1. 2001. 324 Seiten. Kart. 39,- DM/
36,- SFr/285 ÖS ISBN 3-8100-2663-8

„Techno“ ist im Laufe eines Jahrzehnts zum Massenphänomen avanciert, das anhaltend mediale Aufmerksamkeit erregt. Die Beiträge des Bandes dokumentieren Komplexität und Vielseitigkeit dieses in der breiten Öffentlichkeit vorwiegend einseitig und vorurteilsbeladen wahrgenommenen jugendkulturellen Phänomens. ‚Techno‘ ist ein Sammelbegriff nicht nur für verschiedene Phänomene, sondern für verschiedene Arten von Phänomenen: für mehrere musikalische Stilrichtungen, eine Reihe von Tanzformen, ein Bündel von Lebensgefühlen, etliche habituelle Spezifikationen, divergente ideologische Milieus. Der Ausdruck „Techno-Szene“ umfasst eine Vielzahl und Vielfalt von Akteuren sowie von deren Aktivitäten und Objektivationen, die auf alle möglichen Arten und Weisen mit Techno zu tun haben. Die in den zurückliegenden drei bis vier Jahren auch im deutschsprachigen Raum stark intensivierte und personell verbreiterte sozialwissenschaftliche Techno-Forschung hat auf der Basis vielfältiger empirischer Untersuchungen einen beträchtlichen Bestand an systematisierenden Beschreibungen, analytischen Rekonstruktionen und auch theoretischen Deutungen dieses Phänomens erzeugt. Mit diesem Sammelband liegen einschlägige Forschungserträge erstmals in gebündelter Form vor. Er ist damit als eine Art Zwischenbericht der sozialwissenschaftlichen Techno-Forschung im deutschsprachigen Raum zu verstehen.

Ausführlichere Information und Bestellmöglichkeit  hier!
Informationen über das Buch- und Zeitschriftenprogramm von
Leske + Budrich




Winfried Gebhardt/Ronald Hitzler/Michaela Pfadenhauer (Hrsg.)



Events.

Soziologie des Außergewöhnlichen

Leske + Budrich, Opladen: 2000. Erlebniswelten, Band 2. 441 Seiten. Kart. 48 DM/
44,50 SFr/350 ÖS. ISBN 3-8100-2664-6

Events nehmen an Zahl und Bedeutung zu. Sie versprechen das Erlebnis des Außergewöhnlichen und prägen so die Kultur spätmoderner Gesellschaften. Der Band versammelt Aufsätze, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven um eine soziologische Deutung dieses Phänomens bemühen.

Ausführlichere Information und Bestellmöglichkeit hier!
Informationen über das Buch- und Zeitschriftenprogramm von Leske + Budrich


 
 
home top