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Neuerscheinungen
 
   

Interdisziplinäre Tagung "Auf den Hund gekommen"

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Ronald Hitzler:
Hermeneutik als Lebenspraxis

Methodische Aspekte aktueller Forschungsprojekte
2015. 580 Seiten. EUR 49,95
ISBN: 978-3-7799-2963-5

Hans-Georg Soeffner verkörpert, repräsentiert und lehrt zugleich anhaltend das Verstehen des Verstehens als menschenmögliche und mithin kulturwirkliche Lebenspraxis. Sein Vorschlag, die eigene Lebenspraxis stets mit zu bedenken, ist der »Baldachin«, der die Beiträge dieses anlässlich seines 75. Geburtstags erscheinenden Bandes überwölbt. Verstehen ist unabdingbarer Teil der Lebenspraxis. Die Lebenspraxis ist aber auch – aktueller ebenso wie geronnener und in gewisser Weise sogar entworfener – Vollzug von Verstehensleistungen. Hermeneutik ist die Auslegung der Lebenspraxis als interpretativer Vollzug. Hermeneutik ist aber auch eine Form des praktischen Lebensvollzugs, in deren Rahmen das Interpretierte ebenso zu bedenken ist wie das Interpretieren. Hans-Georg Soeffner verkörpert, repräsentiert und lehrt zugleich anhaltend diese Form menschenmöglicher und mithin kulturwirklicher Lebenspraxis. Sein Vorschlag, die eigene Lebenspraxis stets mit zu bedenken ist der »Baldachin«, der die Beiträge dieses anlässlich seines 75. Geburtstags erscheinenden Bandes überwölbt.

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Ronald Hitzler, Miriam Gothe:
Ethnographische Erkundungen

Methodische Aspekte aktueller Forschungsprojekte
2015. 289 Seiten. EUR 26,99
ISBN: 978-3-658-07257-5

In diesem Band werden methodische Aspekte ethnographischer Arbeit fokussiert. Unbeschadet dessen erscheint die Reinheit der je eingesetzten Erkundungs- und Deutungstechniken prinzipiell als nachrangig gegenüber der Aufgabe, so Vieles und so Vielfältiges wie möglich über die Welt, in der man sich jeweils bewegt, in Erfahrung zu bringen. Dies gelingt in Ethnographien vorzugsweise dadurch, dass die forschende Person am Leben in ihrem jeweiligen Feld tatsächlich teilhat und dass sie zugleich im Feld so agiert, dass sie es möglichst wenig von äußeren Wertsetzungen her beeinflusst und verändert.Die besondere forscherische Kompetenz der Ethnographie treibenden Person besteht dementsprechend vor allem darin, dass sie in der Lage ist, erkenntnisoptimierend zwischen existenzieller Nähe und analytischer Distanz zu changieren – was insbesondere deshalb so bedeutsam ist, weil Datenerhebung, Datenauswertung und Theoriebildung eben nicht in einer vorweg festgelegten, linearen Abfolge stehen, sondern weil der explorativ-interpretative Forschungsprozess in einer spiralförmigen Bewegung stattfindet.

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Tilo Grenz, Gerd Möll:
Unter Mediatisierungsdruck

Änderungen und Neuerungen in heterogenen Handlungsfeldern
2014. 219 Seiten. EUR 34,99
ISBN: 978-3-658-03664-5

Unter dem Stichwort Mediatisierung wird in der aktuellen Forschung die Frage behandelt, wie sich im Zuge des Eindringens einer Vielzahl unterschiedlicher (digitaler) Medien in den Alltag Aktivitäten, Interaktivitäten, Rituale, Normalitäten und Konventionen verändern. Die Besonderheit dieses Bandes für Fragen der Mediatisierung besteht in der ausdrücklichen Nähe zur Empirie, da jeder Beitrag diesen medieninduzierten Wandel kultureller Aktivitäten an einem jeweils konkreten Gegenstand nachzeichnet. Gleichwohl ist diese breite Palette von untersuchten mediatisierten Welten nicht nur als Ausdruck kontextspezifischer, sondern auch – und vor allem – als Ausdruck feldübergreifender Mediatisierungsphänomene zu verstehen.

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Lakshmi Kotsch, Ronald Hitzler:
Selbstbestimmung trotz Demenz?

Ein Gebot und seine praktische Relevanz im Pflegealltag
2013. 136 Seiten. EUR 14,95
ISBN: 978-3-7799-2907-9

Gegenstand der diesem Buch zugrundeliegenden Studie war die Frage der Selbstbestimmung dementiell veränderter Menschen in alltäglichen Situationen ihnen zuteil werdender berufsförmiger Pflege. Unseren Beobachtungen zufolge geht es bei Interaktionen zwischen pflegenden und gepflegten Menschen typischer Weise weniger um absichtsvolle Bevormundungen durch Pflegekräfte als um Dilemmata in deren Umgang mit als unselbständig angesehenen Personen – gerade dann, wenn Willensbekundungen der letzteren uneindeutig werden oder (scheinbar) ausbleiben. Denn Pflegekräfte sind eben nicht nur dem Prinzip der Selbstbestimmung, sondern auch dem Prinzip fürsorglicher Vermeidung von Selbst- und Fremdgefährdungen ihrer Klienten verpflichtet.

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Ronald Hitzler, Corinna Iris Leuschner, Frank Mücher:
Lebensbegleitung im Haus Königsborn

Konzepte und Praktiken in einer Langzeitpflegeeinrichtung für Menschen mit schweren Hirnschädigungen
2013. 140 Seiten. EUR 14,95
ISBN: 978-3-7799-2724-2

Haus Königsborn ist eine Modell-Pflege- Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamtkapazität von 54 Plätzen für infolge von Gehirnschädigungen schwer- und schwerstbehinderte Erwachsene. Dem in dieser Einrichtung geltenden konzeptionellen Selbstverständnis nach versorgen die Therapie- und Pflegekräfte dort nicht vor allem Kranke, sondern unterstützen und begleiten stark und vielfach beeinträchtigte Menschen bei der ‚Gestaltung‘ von deren Alltag. Diese professionellen Praktiken und deren ‚Plausibilisierungen‘ wurden in der hier vorgelegten ethnographischen Studie erkundet. Dabei wird die Bedeutung der in der Einrichtung geltend gemachten normativen ‚Programmatik‘ unübersehbar.

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Ronald Hitzler, Gregor Betz, Gerd Möll, Arne Niederbacher:
Mega-Event-Macher

Zum Management multipler Divergenzen am Beispiel der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
2013. 123 Seiten. EUR 24,95
ISBN: 978-3-531-19583-4

Im Jahr 2010 fand im Ruhrgebiet das Kulturereignis Europas im frühen 21. Jahrhundert statt: die ‚Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010‘. An dessen Planung und Durchführung war eine unüberschaubare Zahl von Akteuren über einen langen Zeitraum hinweg zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten in mannigfaltigen Konstellationen beteiligt, die dabei mit multiplen Taktiken und Strategien (zumindest auch) ihre Sonderund Eigeninteressen verfolgten. Das zentrale Erkenntnisinteresse der hier vorgelegten ethnografischen Studie lautet, wie dieses hochkomplexe Ereignis so organisiert werden konnte, dass es am Ende doch ‚klappte‘. Genauer gefragt: Welche Handlungsprobleme wurden dabei insbesondere von den Mitarbeitern der zum Zweck des ‚Mega-Event- Machens‘ gegründeten Sonderorganisation auf Zeit – der RUHR.2010 GmbH – wie bewältigt?

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Lakshmi Kotsch:
Assistenzinteraktionen

Zur Interaktionsordnung in der persönlichen Assistenz körperbehinderter Menschen
2012. 213 Seiten. EUR 34,95
ISBN: 978-3-531-17545-4

Das Modell der „Persönlichen Assistenz“ soll dazu beitragen, die Selbstbestimmtheit von Menschen mit körperlichen Behinderungen zu ermöglichen. Lakshmi S. Kotsch geht der Frage nach, welche Konsequenzen das Selbstbestimmungspostulat für die Interaktionen in den davon betroffenen Hilfebeziehungen hat. Die videographisch angelegte Studie zeigt, dass sich Assistenzinteraktionen tatsächlich nach den Relevanzen der Assistenznehmer richten und insofern deren „Selbstbestimmtheit“ (im Verständnis der Assistenzidee) ermöglichen. Der Blick auf die Details von Assistenzinteraktionen macht aber auch deutlich, dass der Spielraum, die einzelnen Interaktionen zu gestalten, wesentlich größer ist, als es das Assistenzmodell konzeptionell vorsieht.

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Jo Reichertz, Arne Niederbacher, Gerd Möll, Ronald Hitzler:
Erwartungsräume

Spielkultur in großen und kleinen Spielhallen
2011. 108 Seiten. EUR 20,95
ISBN: 978-3-939556-26-8

Spielkulturen werden nicht allein von den Akteuren geschaffen, sondern auch maßgeblich von dem Raum, in dem die Akteure agieren: Der Raum gibt Nutzungen und Wege vor und schafft auf diese Weise die Rahmenbedingungen für die Kultur. Der Raum ist die Ordnung, welche die Akteure vorfnden und sich dann eigenständig aneignen (müssen). Im Rahmen einer ersten Studie zur Kultur der Spielhallen wurde zwar auf die Bedeutung des Raums eingegangen (und dieses Buch greift mitunter auf die dort gewonnenen Erkenntnisse zurück), allerdings nur mit dem Fokus auf eine Zweiteilung im Sinne von 'Alt' und 'Neu'. Obwohl das sowohl im Feld als auch für die sozialwissenschaftliche Analyse eine relevante Unterscheidung ist, bleibt die Raumgröße und deren sich aus der Größe ergebende Vorstrukturierung der Spielkultur durch den Raum (spacing) dergestalt unterbelichtet. Der Raum bzw. die Raumgröße ist für die Kultur des Spielens von großer Bedeutung. Daher ist es verwunderlich, dass er bislang oft unbeachtet geblieben ist. Diese Leerstelle möchte die vorliegende Studie schließen.

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Gregor Betz, Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer:
Urbane Events

2011. 386 Seiten. EUR 34,95
ISBN: 978-3-531-17953-7

In unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen werden aktuell Events als Element posttraditionaler Vergemeinschaftungsformen, als massenmediales Phänomen, als organisationale und koordinatorische Aufgabe sowie als Instrument oder auch Resultat der Stadtentwicklung und Reurbanisierung diskutiert. Die Gesellschaft im Allgemeinen und Städte und Regionen im Speziellen stehen demnach unter Eventisierungsdruck. Diese auch empirisch beobachtbare Entwicklung kann zum Einen als Bedarf nach außeralltäglichen, alle Sinne ansprechenden ‚totalen Ereignissen‘ begriffen werden. Zum Anderen lässt sich die urbane Eventisierung auch als eine Reaktion auf stadtpolitische und -planerische Probleme verstehen. Urbane Events sollen einer Stadt bzw. einer Region punktuelle Aufmerksamkeit in einer globalisierten und me-dialisierten Gesellschaft verschaffen, sollen das politisch-administrative System aus dem bestehenden Konsens-Zwang-System einer Stadt bzw. einer Region befreien und sollen nicht zuletzt die wirtschaftliche Transformation einer Stadt bzw. einer Region beflügeln.

In diesem interdisziplinär angelegten Sammelband soll der Diskurs über „Urbane Events“ aufgegriffen, aktuelle Entwicklungen zusammen geführt und die einschlägigen Reflexionen dergestalt weiter vertieft werden. Diskutiert werden sollen Fragen wie die danach, ob urbane Events derlei Hoffnungen und Erwartungen erfüllen können, welche wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Effekte sie kurz- und langfristig erzeugen, wie sie sich auf Infrastrukturerneuerungen auswirken und welche organisatorischen, sozialen und ökologischen Folgen sie nach sich ziehen.

Mit Beiträgen von Michaela Pfadenhauer, Ronald Hitzler, Gregor Betz, Babette Kirchner, Oliver Herbertz, Gerd Möll, Tilo Grenz, Sebastian Klein, Alexa Maria Kunz, Arne Niederbacher, Walter Siebel, Stefan Goch, Manfred Prisching, Nicole Holzhauser, Cornelia Zanger, Sandra Kaminski, Anke Offerhaus, Stephan Wehowsky, Monika Saltzbrunn, Bernhard Schäfers, Hermann Strasser, Angelica Schieder, Winfried Gebhardt, Christina Waldeyer, Jo Reichertz, Oliver Scheytt, Christine Domgörgen, Gisela Geilert, Rolf G. Heinze, Fabian Hoose und Claus Leggewie.

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Babette Kirchner:
Eventgemeinschaften
Das Fusion Festival und seine Besucher

2011. 196 Seiten. EUR 29,95
ISBN: 978-3-531-17987-2

Das Buch analysiert die soziale Vergemeinschaftung der Besucher eines Techno Events: das Fusion Festival. Der Festivalbesuch als kulturelle Praxis zeigt, welchen Dingen und Handlungen die Teilnehmer Bedeutung beimessen. Dabei sind die Abgrenzung zum Alltag wie auch die gemeinsamen Handlungen entscheidend für das außergewöhnliche Erlebnis. Gemeinschaft(en) konstituieren sich während des Festivals nicht durch geteilte Interessen, sondern durch gemeinsame Handlungen und gemeinsame Empfindungen. Aufgrund dieser brüchigen Basis zerfallen manche Gemeinschaften ebenso schnell wieder wie sie entstanden.

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Anne Honer:
Kleine Leiblichkeiten
Erkundungen in Lebenswelten

2011. 282 Seiten. EUR 34,95
ISBN: 978-3-531-18147-9

Zentrale Schriften von Anne Honer in einem Band.

In diesem Band sind Texte versammelt, in denen Leibsein und Körperwissen den “roten Faden“ bilden bei ethnographischen Studien in einer Reihe heterogener Sinn- und (Be-)Deutungszusammenhänge unserer Gegenwartsgesellschaft. Auf der Grundlage einschlägiger methodologisch-methodischer Überlegungen werden kleine soziale Lebens-Welten rekonstruiert – Lebens-Welten von Bodybuildern und von Dementen, von Heimwerkern und von ehrenamtlichen Helfern, von Reproduktionsmedizinern und von Patienten. Im Nachwort beschreibt Ronald Hitzler den wissenschaftlichen Weg der Autorin.

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Ronald Hitzler:
Eventisierung
Drei Fallstudien zum marketingstrategischen Massenspaß
2011. 112 Seiten. EUR 29,95
ISBN 978-3-531-17932-2

Zu konstatieren ist ein Trend zur Eventisierung des Lebens in der Gegenwartsgesellschaft schlechthin. Der Begriff "Eventisierung" bezeichnet zum einen die Verspaßung von immer mehr Bereichen unseres sozialen Lebens mit einer bestimmten Art kultureller Erlebnisangebote, zum anderen das Machen konkreter Events – sowohl durch Anreicherung kultureller Traditionsveranstaltungen mit zusätzlichen Verlustierungselementen als auch durch strategische Neuschöpfungen von Unterhaltungsformaten für möglichst viele Menschen. Illustriert wird dieser Befund anhand konkreter Studien zum Weltjugendtag (2005 in Köln), zur Kulturhauptstadt („Metropole Ruhr“ 2010) und zur Loveparade – bis hin zu deren düsterem Ende (Duisburg 2010). Die Zeitdiagnose mündet in die Frage, ob (auch) "Eventisierung" möglicherweise ein "Juggernaut" ist.

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Frank Mücher:
Prekäre Hilfen?
Soziale Arbeit aus der Sicht wohnungsloser Jugendlicher
2010. 244 S. Mit 5 Abb. EUR 34,95
ISBN 978-3-531-17652-9

Straßensozialarbeit ist seit einigen Jahren wieder vermehrt in den Fokus sozialpädagogischer Diskussion gerückt, wobei zunehmend nun auch adressatenbezogene Fragestellungen berücksichtigt werden. Wie nehmen wohnungslose junge Menschen Angebote lebensweltnaher Hilfen wahr und welchen Erfolg können diese verbuchen? In dieser empirischen Untersuchung kommen wohnungslose Jugendliche als Zielgruppe und Hauptakteure von Straßensozialarbeit direkt zu Wort. Der Autor verweist dabei auf die Unsicherheiten, mit denen diese jungen Menschen bei der Inanspruchnahme sozialpädagogischer Hilfen konfrontiert werden. Im Rahmen einer ethnographischen Sozialforschung wurden wohnungslose Jugendliche als Adressaten der Streetworkorganisation Off Road Kids befragt und deren Sichtweisen auf verschiedene Instanzen Sozialer Arbeit rekonstruiert. Aus einer subjektbezogenen Forschungsperspektive heraus knüpft die Studie damit an die aktuelle Debatte um die Qualität Sozialer Dienstleistungen an und fragt auf methodischer Ebene danach, welchen Stellenwert adressatenbezogene Forschungsansätze im Rahmen des sozialpädagogischen Qualitätsdiskurses einnehmen können. Dabei gelingt es aus Sicht der betroffenen Jugendlichen heraus zu zeigen, unter welchen unterschiedlichen subjektiven Bedingungen Hilfe wirksam werden kann.

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Peter A. Berger, Ronald Hitzler (Hrsg.):
Individualisierungen
Ein Vierteljahrhundert „jenseits von Stand und Klasse“?
2010. 347 Seiten. Broschur. EUR 29,95
ISBN 978-3-531-16983-5

Auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist die Diskussion über die von Ulrich Beck in den 1980er Jahren vorgetragene „Individualisierungsthese“ so lebendig wie kontrovers. In theoretischer Hinsicht eröffnet sie immer wieder neue Perspektiven auf (reflexiv) moderne Gesellschaften und provoziert Fragen nach deren Zusammenhalt. Und in empirischer Hinsicht finden sich immer zahlreichere Untersuchungen, die „Individualisierungen“ in verschiedenen Bereichen aufspüren, aber auch Gegenkräfte identifizieren.
Dieser Band repräsentiert die Vielzahl und Vielfalt empirischer Analysen und theoretischer Stellungnahmen zu „Individualisierungen“. Mit Beträgen von Soziologinnen und Soziologen unterschiedlicher theoretischer und methodischer Ausrichtungen und aus verschiedenen Generationen öffnet er damit zugleich den Blick auf die Fruchtbarkeit der vor mehr als 25 Jahren entwickelten Individualisierungsthese.

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Ronald Hitzler, Arne Niederbacher:
Leben in Szenen
Formen juveniler Vergemeinschaftung heute
2010. 3. überarbeitete Auflage. 200 Seiten. EUR 29,95
ISBN: 978-3-531-15743-6

Szenen sind 'wolkige' Formationen: Sie sind ständig in Bewegung und ändern fortwährend ihre Gestalt. Aus der Ferne scheinen die Ränder scharf zu sein und eine klare Gestalt zu ergeben. Je mehr man sich ihnen nähert, desto stärker jedoch verliert sich dieser Eindruck. Abgrenzungen erweisen sich als äußerst diffus, die Ränder überlappen sich mit anderen Szene-Rändern oder erstrecken sich – nach unterschiedlichen Richtungen ausfransend – in heterogene Lebensstilformationen und Publika hinein. Natürlich können Szenen gleichsam als Sozialisationsagenturen im Dienste der Erwachsenen-Gesellschaft fungieren. Vor allem aber spannen Szenen eigenständige kulturelle Räume auf, die von Menschen getragen werden, welche wir durchaus als 'Jugendliche' bezeichnen können, aber eben in einem für Erwachsene typischerweise recht unbequemen Sinne: Jugendliche im dabei implizierten Verstande sind nicht grundsätzlich junge Menschen – auch wenn ihr Alter (noch) sehr häufig zwischen 15 und 25 liegen mag.

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Anne Honer, Michael Meuser, Michaela Pfadenhauer (Hrsg):
Fragile Sozialität
Inszenierungen, Sinnwelten, Existenzbastler
Zum Werk von Ronald Hitzler
2010. 496 Seiten. Mit 9 Abb. Geb. EUR 59,95
ISBN: 978-3-531-17173-9

Leitende Grundannahme im Werk Ronald Hitzlers ist die einer Fragilität des Sozialen. Der Mensch ist gleichsam zu einem ‚riskanten’ Leben gezwungen. Diese an Goffman gewonnene Einsicht lässt Risikobewältigung als eine Grundanforderung der Interaktionsordnung erscheinen, die Individuen zu Existenzbastlern macht. Nicht erst in der (Spät-)Moderne leben die Akteure Hitzler zufolge in Inszenierungen. Dieses Buch enthält Hitzlers diese Sichtweise verdichtenden Aufsatz „Der Goffmensch. Überlegungen zu einer dramatologischen Anthropologie“ und versammelt Beiträge von Kolleginnen und Kollegen, die ihn in seinem bisherigen wissenschaftlich-akademischen Werdegang auf verschiedene Weise und unterschiedlichen Wegstrecken begleitet haben.

Mit Beiträgen von Friedhelm Neidhardt, André Kieserling, Jürgen Gerhards, Peter Vogel, Achim Brosziewski und Christoph Maeder, Helmuth Berking, Manfred Lauermann, Sighard Neckel, Thomas Rauschenbach, Clemens Albrecht, Detlev Dormeyer, Winfried Gebhardt, Andreas Hepp, Michael Meuser, Michaela Pfadenhauer, Jürgen Raab, Angelika Poferl, Thomas S. Eberle, Manfred Prisching, Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim, Peter A. Berger, Peter Gross, Dirk Kaesler, Gerhard Naegele, Armin Nassehi, Ronald Hitzler, Stefan Hornbostel, Jo Reichertz, Trutz von Trotha, Nicole Burzan, Reiner Keller, Hubert Knoblauch, Hans-Georg Soeffner.

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Jo Reichertz, Arne Niederbacher, Gerd Möll, Miriam Gothe, Ronald Hitzler:
Jackpot
Erkundungen zur Kultur der Spielhallen
2010. 237 Seiten. Mit 15 Abb. Geb. EUR 14,90
ISBN: 978-3-531-16780-0

Die vorliegende Studie untersucht als erste ihrer Art die Geldspiel-Kultur in deutschen Spielhallen. Anhand von teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme, von Gesprächen und Dokumentenanalysen wird rekonstruiert, welche soziale Ordnung die Spieler vorfinden, wie sie sich diese aneignen und wie sie damit die Kultur der Spielhalle immer wieder neu gestalten. Dabei wird deutlich, dass sich die Kultur in Spielhallen mit den Begriffen 'Herausforderung' und 'Bewährung' wesentlich angemessener beschreiben lässt, als mit 'Spielen um Geld' und 'Spielsucht'.

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Barbara Koch-Priewe, Arne Niederbacher, Annette Textor, Peter Zimmermann:
Jungen - Sorgenkinder oder Sieger?
Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen
2009. 209 Seiten. Mit 3 Abb. u. 97 Tab. EUR 22,90
ISBN: 978-3-531-15859-4

Jungen, das schwache Geschlecht? Für Pädagoginnen und Pädagogen, die in der Jungenarbeit tätig sind, besteht daran schon seit einiger Zeit kein Zweifel mehr. Seitdem Jungen aufgrund ihres Abschneidens bei Schulleistungs-vergleichsstudien und der hohen Schulabbrecherquoten als Problemgruppe eingeschätzt werden, sind sie nicht nur Thema in der Bildungs- und Schulpolitik, sondern darüber hinaus auch in der (medialen) Öffentlichkeit. In der Forschung zeigt sich, dass bislang vornehmlich Studien über Jugendliche vorliegen, in denen häufig nicht nach Geschlecht differenziert wird oder aber der Fokus auf Mädchen liegt. Jungen wurden in der Regel nicht als eigenständiger Forschungsgegenstand thematisiert. Dementsprechend ist das Wissen über Jungen noch ausgesprochen lückenhaft. Die Dortmunder Jungenstudie mit Ergebnissen einer Befragung von 1635 Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren versucht einige dieser Lücken zu schließen. Hierzu werden – neben einem Überblick zu Jungen in Theorie und Forschung – unter anderem Themen wie 'Freizeitverhalten', 'Männer- und Frauenbilder', 'Gewalt', 'Migration' und 'Lebensentwürfe' erörtert.

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Ronald Hitzler, Anne Honer, Michaela Pfadenhauer (Hrsg): Posttraditionale Gemeinschaften
Theoretische und ethnografische Erkundungen
Aus der Reihe: Erlebniswelten 14
2009. 358 Seiten. EUR 24,90
ISBN: 978-3-531-15731-3

Autoren: Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer, Anne Honer, Manfred Prisching, Hubert Knoblauch, Reiner Keller, Sebastian Deterding, Andreas Hepp, Friedrich Krotz, Jörn Lamla, Matthias Junge, Winfried Gebhardt, Axel Schmidt, Klaus Neumann-Braun, Franz Liebl, Claudia Nicolai, Yvonne Niekrenz, Hans-Georg Soeffner, Darius Zifonon, Steffen Zdun, Hermann Strasser, Clemens Albrecht, Thomas Müller-Schneider

Der Band diskutiert neue Formen sozialer Vergemeinschaftung: Posttraditionale Gemeinschaften können die Frage ihrer Mitgliedschaft nicht wirksam sanktionieren. Sie können den Einzelnen zur Mitgliedschaft nicht verpflichten, sondern ihn in aller Regel lediglich zur Mitgliedschaft verführen. Diese „Verführung“ geschieht wesentlich durch die Option zur Teilhabe an von den dadurch Angesprochenen als „erlebenswert“ angesehenen sozialen Ereignissen. Derartige Ereignisse treten üblicherweise nicht zufällig ein, sondern sind in der Regel (kalkulierte) kollektive Ausbrüche aus der Banalität des Alltags.

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Forschungskonsortium WJT  (Hrsg.):
Megaparty Glaubensfest
Weltjugendtag: Erlebnis - Medien - Organisation
Aus der Reihe: Erlebniswelten 12
2007. 235 S. Mit 23 Abb. Br. EUR 19,90
ISBN:
978-3-531-15464-0

Autor(en): Gebhardt, Winfried / Hepp, Andreas / Hitzler, Ronald / Pfadenhauer, Michaela / Reuter, Julia / Vogelgesang, Waldemar / Engelfried-Rave, Ursula / Hunold, Jörg / Krönert, Veronika

Köln im August 2005. Die rheinische Metropole befindet sich im Ausnahmezustand. Es ist Weltjugendtag und der Papst ist in der Stadt. Doch nicht nur Köln und das Rheinland sind außer Rand und Band. Ganz Deutschland befindet sich in einer Art von ‘religiösem Taumel’. Angestachelt durch eine flächendeckende Medien-berichterstattung scheint es kein anderes Thema mehr zu geben als den Besuch des Papstes und das Glaubensfest der katholischen Jugend. Selten zuvor wurde in Deutschland das Katholischsein so enthusiastisch und so ausgelassen gefeiert. Dem ‘Geheimnis’ dieses besonderen Ereignisses auf die Spur zu kommen, ist Absicht und Ziel dieses Buches.

Aus dem Inhalt: Der Weltjugendtag als Erlebnis - Der WJT als Medienevent - Der WJT als organisatorische Leistung - Die Erfindung des Weltjugendtags als Hybridevent oder wie viel institutionelle Klugheit eignet der Katholischen Kirche?
 

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Ivonne Bemerburg, Arne Niederbacher (Hrsg.)
Die Globalisierung und ihre Kritik(er)
Zum Stand der aktuellen Globalisierungsdebatte

2007. 249 S. Mit 6 Abb. u. 2 Tab. Br. EUR 24,90

ISBN: 978-3-531-15166-3

'Globalisierung' avancierte in den zurückliegenden Jahren zu einem der am meisten gebrauchten politischen Schlagworte, obwohl – oder vielleicht gerade weil – der Begriff nach wie vor unterbestimmt, theoretisch unscharf und nicht selten mit (ideologischen) Werturteilen überfrachtet ist. Ungeachtet dessen haben sich – im Zuge der inflationären Verwendung des Globalisierungsbegriffs – zahlreiche Kontroversen entsponnen. Das Spektrum dieser Auseinandersetzungen wird auf der einen Seite durch 'Globalisierungsbefürworter' und auf der anderen Seite durch 'Globalisierungskritiker' markiert.

Der Band versammelt Beiträge, welche die Rahmenbedingungen und Divergenzen der aktuellen Globalisierungsdebatte aus unterschiedlichen Perspektiven nachzeichnen und eine (soziologische) Deutung der damit einhergehenden transnationalen, internationalen und nationalen Phänomene vornehmen.

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Siegfried Saerberg
Geradeaus ist einfach immer geradeaus
Eine lebensweltliche Ethnographie blinder Raumorientierung

2006. 304 Seiten. EUR 29,00
ISBN 978-3-89669-679-3

Siegfried Saerberg rekonstruiert die Raumkonstitution im subjektiven Erfahrungsaufbau blinder Menschen zunächst auf exemplarische Weise: Ausgangspunkt seiner phänomenologischen Beschreibungen ist die Selbstprotokollierung des handelnd wahrnehmenden Orientierens, für die der selbst blinde Autor eine eigenständige akustische Methodenlehre entwickelt.

Den so gefundenen Wahrnehmungsstil eines Blinden konfrontiert er mit der sozialen Konstruktion des Raumes, wie sie in sozialen Begegnungen zwischen blinden und sehenden Passanten im Straßenverkehr interaktiv und kommunikativ vorgenommen wird. Ziel dieser Begegnungen ist das »Nach-dem-Weg-fragen« und das Erlangen von Wegauskünften. Die auftauchenden Defizite in der Konstruktion eines gemeinsamen sozialen Raumes finden sich dabei nicht auf Seiten des blinden Protagonisten – Blindheit wird vielmehr als eigenständiger und gleichberechtigter Wahrnehmungsstil verstanden – sondern auf Seiten eines nicht ausreichend zur Verfügung stehenden sozial vermittelten Wissensbestandes.

Anhand stark narrativ geprägter Interviews rekonstruiert der Autor die verschiedenen Motivations- und Sinnentwürfe seiner blinden Gesprächspartner innerhalb des Erfahrungskomplexes Straßenverkehr, und erarbeitet für diesen Handlungsbereich eine praktische Handreichung für blinde und sehbehinderte Menschen im Sinne von Barrierefreiheit und Design for All. Vor diesem Hintergrund reflektiert er auch auf Strategien und Praktiken der zur Zeit beliebten Simulationsausstellungen von Blindheit. Damit liefert er auch einen Beitrag zum mikrosoziologischen Fundament der in Deutschland noch neuen Disziplin der Disability Studies.

 

Winfried Gebhardt, Ronald Hitzler (Hrsg.):
Nomaden, Flaneure, Vagabunden
Wissensformen und Denkstile der Gegenwart

2006. 269 Seiten. Mit 7 Abb. EUR 28,90
ISBN 978-3-531-15041-3

Mit Beiträgen u.a. von Peter Gross, Matthias Junge, Sabine Boomers, Gerhard Meyer/ Michael Schetsche, Michael R. Müller, Jo Reichertz, Markus Schroer, Matthias Klemm/ Michael Popp, Hans-Georg Soeffner, Nicole Hoffmann, Frederik S. Pötzsch/Bernt Schnettler, Hans-Georg Soeffner, Martin Engelbrecht, Paula-Irene Villa, Peter Gross, Jürgen Zinnecker und Stefan Müller-Doohm

"Nomaden", "Flaneure" und "Vagabunden" werden in diesem Band als personale Bewegungsmetaphern begriffen - als Metaphern einerseits, die in vielfältigen Variationen und Ableitungen in zeitgenössischen Literaturproduktionen auftauchen, als Metaphern andererseits, die geeignet erscheinen, reale Lebensvollzüge in modernen Gesellschaften auf dem Weg ins 21. Jahrhundert als "symptomatisch" zu etikettieren. Beide Facetten der Metaphorik verweisen somit auf Wissensformen und Denkstile der Gegenwart.

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Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer (Hrsg.):
Gegenwärtige Zukünfte

Interpretative Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Diagnose und Prognose
2005. 274 Seiten. EUR 19,90
ISBN 3-531-14582-7

Autoren: Olaf Behrend, Martin Engelbrecht, Thomas Feltes, Peter Gross, Ronald Hitzler, Reiner Keller, Hubert Knoblauch, Franz Liebl, Klaus Neumann-Braun, Michaela Pfadenhauer, Manfred Prisching, Jo Reichertz, Michael Schetsche, Sigrid Schmid, Axel Schmidt, Bernt Schnettler, Hans-Georg Soeffner, Stephan Teuber, Werner Vogd

Der Sinn von Diagnosen liegt für interpretativ arbeitende Sozialwissenschaftler weniger darin, zu erklären, was ist, als vielmehr darin, zu verstehen, was wir tun. Und der Sinn von Prognosen besteht dementsprechend ebenfalls nicht darin, vorherzusagen, was sein wird, sondern darin, auf das aufmerksam zu machen, was aus dem resultieren könnte, was wir tun. Verstehen zu wollen, was wir tun, um Vorstellungen davon entwickeln zu können, was das, was wir tun, für uns bedeuten mag, das impliziert also, unsere gesellschaftlichen Wirklichkeitskonstruktionen zu rekonstruieren, um unsere Möglichkeitsräume zu konstruieren. Ein breites Themenspektrum auffächernd erkunden die Beiträge dieses Bandes dergestalt jenes methodisch unwegsame Grenzgebiet zwischen 'schon' Gegenwärtigem und 'noch' Zukünftigem.

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Ronald Hitzler, Thomas Bucher, Arne Niederbacher:
Leben in Szenen
Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute
2005. 2. Auflage. 239 Seiten. EUR 21,90
ISBN 3-531-14512-6

Leben in Szenen gewinnt besonders für Jugendliche immer stärker an Bedeutung. Durch die empirische Rekonstruktion besonderer Erlebnisqualitäten unterschiedlicher Szenen entsteht ein differenziertes Bild aktueller Jugendkulturen. Leben in der spätmodernen Gegenwartsgesellschaft ist hochgradig individualisiert: Subjektivierungs-, Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse, sowohl in ökonomischer als auch in politischer und kultureller Hinsicht, lösen die lebenspraktische Relevanz ehedem dominierender Klassen- und Schichtstrukturen für die individuelle und kollektive Selbst- und Fremdverortung im sozialen Raum zunehmend ab. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wird die Orientierung an neuen Formen der Vergemeinschaftung insbesondere von Jugendlichen zunehmend kompetent und selbstverständlich gehandhabt. Unter diesen neuen Vergemeinschaftungsformen scheinen für das Miteinander - und infolgedessen auch für die sozialwissenschaftliche Analyse - solche besonders relevant zu werden, die wir auf den Begriff der "Szene" bringen können. Das Konzept "Szene" macht heterogene Kulturformationen vergleichbar und eröffnet zugleich den Blick auf deren je besondere Erlebnisqualitäten.


 

 
 
 
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