Logo
Neuerscheinungen
 
   

Jo Reichertz, Arne Niederbacher, Gerd Möll, Ronald Hitzler:
Erwartungsräume

Spielkultur in großen und kleinen Spielhallen
2011. 108 Seiten. EUR 20,95
ISBN: 978-3-939556-26-8

Spielkulturen werden nicht allein von den Akteuren geschaffen, sondern auch maßgeblich von dem Raum, in dem die Akteure agieren: Der Raum gibt Nutzungen und Wege vor und schafft auf diese Weise die Rahmenbedingungen für die Kultur. Der Raum ist die Ordnung, welche die Akteure vorfnden und sich dann eigenständig aneignen (müssen). Im Rahmen einer ersten Studie zur Kultur der Spielhallen wurde zwar auf die Bedeutung des Raums eingegangen (und dieses Buch greift mitunter auf die dort gewonnenen Erkenntnisse zurück), allerdings nur mit dem Fokus auf eine Zweiteilung im Sinne von 'Alt' und 'Neu'. Obwohl das sowohl im Feld als auch für die sozialwissenschaftliche Analyse eine relevante Unterscheidung ist, bleibt die Raumgröße und deren sich aus der Größe ergebende Vorstrukturierung der Spielkultur durch den Raum (spacing) dergestalt unterbelichtet. Der Raum bzw. die Raumgröße ist für die Kultur des Spielens von großer Bedeutung. Daher ist es verwunderlich, dass er bislang oft unbeachtet geblieben ist. Diese Leerstelle möchte die vorliegende Studie schließen.

weitere Informationen

Gregor Betz, Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer:
Urbane Events

2011. 386 Seiten. EUR 34,95
ISBN: 978-3-531-17953-7

In unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen werden aktuell Events als Element posttraditionaler Vergemeinschaftungsformen, als massenmediales Phänomen, als organisationale und koordinatorische Aufgabe sowie als Instrument oder auch Resultat der Stadtentwicklung und Reurbanisierung diskutiert. Die Gesellschaft im Allgemeinen und Städte und Regionen im Speziellen stehen demnach unter Eventisierungsdruck. Diese auch empirisch beobachtbare Entwicklung kann zum Einen als Bedarf nach außeralltäglichen, alle Sinne ansprechenden ‚totalen Ereignissen‘ begriffen werden. Zum Anderen lässt sich die urbane Eventisierung auch als eine Reaktion auf stadtpolitische und -planerische Probleme verstehen. Urbane Events sollen einer Stadt bzw. einer Region punktuelle Aufmerksamkeit in einer globalisierten und me-dialisierten Gesellschaft verschaffen, sollen das politisch-administrative System aus dem bestehenden Konsens-Zwang-System einer Stadt bzw. einer Region befreien und sollen nicht zuletzt die wirtschaftliche Transformation einer Stadt bzw. einer Region beflügeln.

In diesem interdisziplinär angelegten Sammelband soll der Diskurs über „Urbane Events“ aufgegriffen, aktuelle Entwicklungen zusammen geführt und die einschlägigen Reflexionen dergestalt weiter vertieft werden. Diskutiert werden sollen Fragen wie die danach, ob urbane Events derlei Hoffnungen und Erwartungen erfüllen können, welche wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Effekte sie kurz- und langfristig erzeugen, wie sie sich auf Infrastrukturerneuerungen auswirken und welche organisatorischen, sozialen und ökologischen Folgen sie nach sich ziehen.

Mit Beiträgen von Michaela Pfadenhauer, Ronald Hitzler, Gregor Betz, Babette Kirchner, Oliver Herbertz, Gerd Möll, Tilo Grenz, Sebastian Klein, Alexa Maria Kunz, Arne Niederbacher, Walter Siebel, Stefan Goch, Manfred Prisching, Nicole Holzhauser, Cornelia Zanger, Sandra Kaminski, Anke Offerhaus, Stephan Wehowsky, Monika Saltzbrunn, Bernhard Schäfers, Hermann Strasser, Angelica Schieder, Winfried Gebhardt, Christina Waldeyer, Jo Reichertz, Oliver Scheytt, Christine Domgörgen, Gisela Geilert, Rolf G. Heinze, Fabian Hoose und Claus Leggewie.

weitere Informationen

Babette Kirchner:
Eventgemeinschaften
Das Fusion Festival und seine Besucher

2011. 196 Seiten. EUR 29,95
ISBN: 978-3-531-17987-2

Das Buch analysiert die soziale Vergemeinschaftung der Besucher eines Techno Events: das Fusion Festival. Der Festivalbesuch als kulturelle Praxis zeigt, welchen Dingen und Handlungen die Teilnehmer Bedeutung beimessen. Dabei sind die Abgrenzung zum Alltag wie auch die gemeinsamen Handlungen entscheidend für das außergewöhnliche Erlebnis. Gemeinschaft(en) konstituieren sich während des Festivals nicht durch geteilte Interessen, sondern durch gemeinsame Handlungen und gemeinsame Empfindungen. Aufgrund dieser brüchigen Basis zerfallen manche Gemeinschaften ebenso schnell wieder wie sie entstanden.

weitere Informationen

Anne Honer:
Kleine Leiblichkeiten
Erkundungen in Lebenswelten

2011. 282 Seiten. EUR 34,95
ISBN: 978-3-531-18147-9

Zentrale Schriften von Anne Honer in einem Band.

In diesem Band sind Texte versammelt, in denen Leibsein und Körperwissen den “roten Faden“ bilden bei ethnographischen Studien in einer Reihe heterogener Sinn- und (Be-)Deutungszusammenhänge unserer Gegenwartsgesellschaft. Auf der Grundlage einschlägiger methodologisch-methodischer Überlegungen werden kleine soziale Lebens-Welten rekonstruiert – Lebens-Welten von Bodybuildern und von Dementen, von Heimwerkern und von ehrenamtlichen Helfern, von Reproduktionsmedizinern und von Patienten. Im Nachwort beschreibt Ronald Hitzler den wissenschaftlichen Weg der Autorin.

weitere Informationen
 

Ronald Hitzler:
Eventisierung
Drei Fallstudien zum marketingstrategischen Massenspaß
2011. 112 Seiten. EUR 29,95
ISBN 978-3-531-17932-2

Zu konstatieren ist ein Trend zur Eventisierung des Lebens in der Gegenwartsgesellschaft schlechthin. Der Begriff "Eventisierung" bezeichnet zum einen die Verspaßung von immer mehr Bereichen unseres sozialen Lebens mit einer bestimmten Art kultureller Erlebnisangebote, zum anderen das Machen konkreter Events – sowohl durch Anreicherung kultureller Traditionsveranstaltungen mit zusätzlichen Verlustierungselementen als auch durch strategische Neuschöpfungen von Unterhaltungsformaten für möglichst viele Menschen. Illustriert wird dieser Befund anhand konkreter Studien zum Weltjugendtag (2005 in Köln), zur Kulturhauptstadt („Metropole Ruhr“ 2010) und zur Loveparade – bis hin zu deren düsterem Ende (Duisburg 2010). Die Zeitdiagnose mündet in die Frage, ob (auch) "Eventisierung" möglicherweise ein "Juggernaut" ist.

weitere Informationen
 

Frank Mücher:
Prekäre Hilfen?
Soziale Arbeit aus der Sicht wohnungsloser Jugendlicher
2010. 244 S. Mit 5 Abb. EUR 34,95
ISBN 978-3-531-17652-9

Straßensozialarbeit ist seit einigen Jahren wieder vermehrt in den Fokus sozialpädagogischer Diskussion gerückt, wobei zunehmend nun auch adressatenbezogene Fragestellungen berücksichtigt werden. Wie nehmen wohnungslose junge Menschen Angebote lebensweltnaher Hilfen wahr und welchen Erfolg können diese verbuchen? In dieser empirischen Untersuchung kommen wohnungslose Jugendliche als Zielgruppe und Hauptakteure von Straßensozialarbeit direkt zu Wort. Der Autor verweist dabei auf die Unsicherheiten, mit denen diese jungen Menschen bei der Inanspruchnahme sozialpädagogischer Hilfen konfrontiert werden. Im Rahmen einer ethnographischen Sozialforschung wurden wohnungslose Jugendliche als Adressaten der Streetworkorganisation Off Road Kids befragt und deren Sichtweisen auf verschiedene Instanzen Sozialer Arbeit rekonstruiert. Aus einer subjektbezogenen Forschungsperspektive heraus knüpft die Studie damit an die aktuelle Debatte um die Qualität Sozialer Dienstleistungen an und fragt auf methodischer Ebene danach, welchen Stellenwert adressatenbezogene Forschungsansätze im Rahmen des sozialpädagogischen Qualitätsdiskurses einnehmen können. Dabei gelingt es aus Sicht der betroffenen Jugendlichen heraus zu zeigen, unter welchen unterschiedlichen subjektiven Bedingungen Hilfe wirksam werden kann.

weitere Informationen
 

Peter A. Berger, Ronald Hitzler (Hrsg.):
Individualisierungen
Ein Vierteljahrhundert „jenseits von Stand und Klasse“?
2010. 347 Seiten. Broschur. EUR 29,95
ISBN 978-3-531-16983-5

Auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist die Diskussion über die von Ulrich Beck in den 1980er Jahren vorgetragene „Individualisierungsthese“ so lebendig wie kontrovers. In theoretischer Hinsicht eröffnet sie immer wieder neue Perspektiven auf (reflexiv) moderne Gesellschaften und provoziert Fragen nach deren Zusammenhalt. Und in empirischer Hinsicht finden sich immer zahlreichere Untersuchungen, die „Individualisierungen“ in verschiedenen Bereichen aufspüren, aber auch Gegenkräfte identifizieren.
Dieser Band repräsentiert die Vielzahl und Vielfalt empirischer Analysen und theoretischer Stellungnahmen zu „Individualisierungen“. Mit Beträgen von Soziologinnen und Soziologen unterschiedlicher theoretischer und methodischer Ausrichtungen und aus verschiedenen Generationen öffnet er damit zugleich den Blick auf die Fruchtbarkeit der vor mehr als 25 Jahren entwickelten Individualisierungsthese.

weitere Informationen
 

Ronald Hitzler, Arne Niederbacher:
Leben in Szenen
Formen juveniler Vergemeinschaftung heute
2010. 3. überarbeitete Auflage. 200 Seiten. EUR 29,95
ISBN: 978-3-531-15743-6

Szenen sind 'wolkige' Formationen: Sie sind ständig in Bewegung und ändern fortwährend ihre Gestalt. Aus der Ferne scheinen die Ränder scharf zu sein und eine klare Gestalt zu ergeben. Je mehr man sich ihnen nähert, desto stärker jedoch verliert sich dieser Eindruck. Abgrenzungen erweisen sich als äußerst diffus, die Ränder überlappen sich mit anderen Szene-Rändern oder erstrecken sich – nach unterschiedlichen Richtungen ausfransend – in heterogene Lebensstilformationen und Publika hinein. Natürlich können Szenen gleichsam als Sozialisationsagenturen im Dienste der Erwachsenen-Gesellschaft fungieren. Vor allem aber spannen Szenen eigenständige kulturelle Räume auf, die von Menschen getragen werden, welche wir durchaus als 'Jugendliche' bezeichnen können, aber eben in einem für Erwachsene typischerweise recht unbequemen Sinne: Jugendliche im dabei implizierten Verstande sind nicht grundsätzlich junge Menschen – auch wenn ihr Alter (noch) sehr häufig zwischen 15 und 25 liegen mag.

weitere Informationen
 

Anne Honer, Michael Meuser, Michaela Pfadenhauer (Hrsg):
Fragile Sozialität
Inszenierungen, Sinnwelten, Existenzbastler
Zum Werk von Ronald Hitzler
2010. 496 Seiten. Mit 9 Abb. Geb. EUR 59,95
ISBN: 978-3-531-17173-9

Leitende Grundannahme im Werk Ronald Hitzlers ist die einer Fragilität des Sozialen. Der Mensch ist gleichsam zu einem ‚riskanten’ Leben gezwungen. Diese an Goffman gewonnene Einsicht lässt Risikobewältigung als eine Grundanforderung der Interaktionsordnung erscheinen, die Individuen zu Existenzbastlern macht. Nicht erst in der (Spät-)Moderne leben die Akteure Hitzler zufolge in Inszenierungen. Dieses Buch enthält Hitzlers diese Sichtweise verdichtenden Aufsatz „Der Goffmensch. Überlegungen zu einer dramatologischen Anthropologie“ und versammelt Beiträge von Kolleginnen und Kollegen, die ihn in seinem bisherigen wissenschaftlich-akademischen Werdegang auf verschiedene Weise und unterschiedlichen Wegstrecken begleitet haben.

Mit Beiträgen von Friedhelm Neidhardt, André Kieserling, Jürgen Gerhards, Peter Vogel, Achim Brosziewski und Christoph Maeder, Helmuth Berking, Manfred Lauermann, Sighard Neckel, Thomas Rauschenbach, Clemens Albrecht, Detlev Dormeyer, Winfried Gebhardt, Andreas Hepp, Michael Meuser, Michaela Pfadenhauer, Jürgen Raab, Angelika Poferl, Thomas S. Eberle, Manfred Prisching, Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim, Peter A. Berger, Peter Gross, Dirk Kaesler, Gerhard Naegele, Armin Nassehi, Ronald Hitzler, Stefan Hornbostel, Jo Reichertz, Trutz von Trotha, Nicole Burzan, Reiner Keller, Hubert Knoblauch, Hans-Georg Soeffner.

weitere Informationen
 

Jo Reichertz, Arne Niederbacher, Gerd Möll, Miriam Gothe, Ronald Hitzler:
Jackpot
Erkundungen zur Kultur der Spielhallen
2010. 237 Seiten. Mit 15 Abb. Geb. EUR 14,90
ISBN: 978-3-531-16780-0

Die vorliegende Studie untersucht als erste ihrer Art die Geldspiel-Kultur in deutschen Spielhallen. Anhand von teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme, von Gesprächen und Dokumentenanalysen wird rekonstruiert, welche soziale Ordnung die Spieler vorfinden, wie sie sich diese aneignen und wie sie damit die Kultur der Spielhalle immer wieder neu gestalten. Dabei wird deutlich, dass sich die Kultur in Spielhallen mit den Begriffen 'Herausforderung' und 'Bewährung' wesentlich angemessener beschreiben lässt, als mit 'Spielen um Geld' und 'Spielsucht'.

weitere Informationen
 

Barbara Koch-Priewe, Arne Niederbacher, Annette Textor, Peter Zimmermann:
Jungen - Sorgenkinder oder Sieger?
Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen
2009. 209 Seiten. Mit 3 Abb. u. 97 Tab. EUR 22,90
ISBN: 978-3-531-15859-4

Jungen, das schwache Geschlecht? Für Pädagoginnen und Pädagogen, die in der Jungenarbeit tätig sind, besteht daran schon seit einiger Zeit kein Zweifel mehr. Seitdem Jungen aufgrund ihres Abschneidens bei Schulleistungs-vergleichsstudien und der hohen Schulabbrecherquoten als Problemgruppe eingeschätzt werden, sind sie nicht nur Thema in der Bildungs- und Schulpolitik, sondern darüber hinaus auch in der (medialen) Öffentlichkeit. In der Forschung zeigt sich, dass bislang vornehmlich Studien über Jugendliche vorliegen, in denen häufig nicht nach Geschlecht differenziert wird oder aber der Fokus auf Mädchen liegt. Jungen wurden in der Regel nicht als eigenständiger Forschungsgegenstand thematisiert. Dementsprechend ist das Wissen über Jungen noch ausgesprochen lückenhaft. Die Dortmunder Jungenstudie mit Ergebnissen einer Befragung von 1635 Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren versucht einige dieser Lücken zu schließen. Hierzu werden – neben einem Überblick zu Jungen in Theorie und Forschung – unter anderem Themen wie 'Freizeitverhalten', 'Männer- und Frauenbilder', 'Gewalt', 'Migration' und 'Lebensentwürfe' erörtert.

weitere Informationen

 

Ronald Hitzler, Anne Honer, Michaela Pfadenhauer (Hrsg): Posttraditionale Gemeinschaften
Theoretische und ethnografische Erkundungen
Aus der Reihe: Erlebniswelten 14
2009. 358 Seiten. EUR 24,90
ISBN: 978-3-531-15731-3

Autoren: Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer, Anne Honer, Manfred Prisching, Hubert Knoblauch, Reiner Keller, Sebastian Deterding, Andreas Hepp, Friedrich Krotz, Jörn Lamla, Matthias Junge, Winfried Gebhardt, Axel Schmidt, Klaus Neumann-Braun, Franz Liebl, Claudia Nicolai, Yvonne Niekrenz, Hans-Georg Soeffner, Darius Zifonon, Steffen Zdun, Hermann Strasser, Clemens Albrecht, Thomas Müller-Schneider

Der Band diskutiert neue Formen sozialer Vergemeinschaftung: Posttraditionale Gemeinschaften können die Frage ihrer Mitgliedschaft nicht wirksam sanktionieren. Sie können den Einzelnen zur Mitgliedschaft nicht verpflichten, sondern ihn in aller Regel lediglich zur Mitgliedschaft verführen. Diese „Verführung“ geschieht wesentlich durch die Option zur Teilhabe an von den dadurch Angesprochenen als „erlebenswert“ angesehenen sozialen Ereignissen. Derartige Ereignisse treten üblicherweise nicht zufällig ein, sondern sind in der Regel (kalkulierte) kollektive Ausbrüche aus der Banalität des Alltags.

weitere Informationen

 

Michaela Pfadenhauer:
Organisieren
Eine Fallstudie zum Erhandeln von Events

2008. 271 Seiten. Mit 9 Abb. u. 3 Tab. EUR 34,90
ISBN: 978-3-531-15739-9

Das Buch dokumentiert Einsichten in Organisieren, die aus der empirischen Analyse einer Fallstudie zum Hybrid-Event Weltjugendtag gewonnen werden konnten. Es ist um eine Klärung folgender Fragen bemüht: Was geht dem Organisieren voraus und präjudiziert für die Organisatoren erfahrbar das weitere Procedere? In welche Strukturen werden die am Organisieren beteiligten Akteuren eingebunden und wie transformieren sie diese mikropolitisch? Welche Ziele und Zwecke sind für sie handlungsleitend und wie verhalten sich diese zu von außen und höher gesteckten Zielen? Wie gestalten sich als Organisatoren betätigende Akteure das Organisieren im Vollzug, welche Formen der Zusammenarbeit prägen sie aus? Dieser Fall bildet die materiale Basis für eine handlungstheoretische Bestimmung von Organisieren, der seinerseits als eine essentielle Grundlage für die Bestimmung einer diesbezüglichen Kompetenz, d.h. einer Kompetenz zum Organisieren anzusehen ist.

weitere Informationen

 

Forschungskonsortium WJT  (Hrsg.):
Megaparty Glaubensfest
Weltjugendtag: Erlebnis - Medien - Organisation
Aus der Reihe: Erlebniswelten 12
2007. 235 S. Mit 23 Abb. Br. EUR 19,90
ISBN:
978-3-531-15464-0

Autor(en): Gebhardt, Winfried / Hepp, Andreas / Hitzler, Ronald / Pfadenhauer, Michaela / Reuter, Julia / Vogelgesang, Waldemar / Engelfried-Rave, Ursula / Hunold, Jörg / Krönert, Veronika

Köln im August 2005. Die rheinische Metropole befindet sich im Ausnahmezustand. Es ist Weltjugendtag und der Papst ist in der Stadt. Doch nicht nur Köln und das Rheinland sind außer Rand und Band. Ganz Deutschland befindet sich in einer Art von ‘religiösem Taumel’. Angestachelt durch eine flächendeckende Medien-berichterstattung scheint es kein anderes Thema mehr zu geben als den Besuch des Papstes und das Glaubensfest der katholischen Jugend. Selten zuvor wurde in Deutschland das Katholischsein so enthusiastisch und so ausgelassen gefeiert. Dem ‘Geheimnis’ dieses besonderen Ereignisses auf die Spur zu kommen, ist Absicht und Ziel dieses Buches.

Aus dem Inhalt: Der Weltjugendtag als Erlebnis - Der WJT als Medienevent - Der WJT als organisatorische Leistung - Die Erfindung des Weltjugendtags als Hybridevent oder wie viel institutionelle Klugheit eignet der Katholischen Kirche?
 

weitere Informationen

 

Ivonne Bemerburg, Arne Niederbacher (Hrsg.)
Die Globalisierung und ihre Kritik(er)
Zum Stand der aktuellen Globalisierungsdebatte

2007. 249 S. Mit 6 Abb. u. 2 Tab. Br. EUR 24,90

ISBN: 978-3-531-15166-3

'Globalisierung' avancierte in den zurückliegenden Jahren zu einem der am meisten gebrauchten politischen Schlagworte, obwohl – oder vielleicht gerade weil – der Begriff nach wie vor unterbestimmt, theoretisch unscharf und nicht selten mit (ideologischen) Werturteilen überfrachtet ist. Ungeachtet dessen haben sich – im Zuge der inflationären Verwendung des Globalisierungsbegriffs – zahlreiche Kontroversen entsponnen. Das Spektrum dieser Auseinandersetzungen wird auf der einen Seite durch 'Globalisierungsbefürworter' und auf der anderen Seite durch 'Globalisierungskritiker' markiert.

Der Band versammelt Beiträge, welche die Rahmenbedingungen und Divergenzen der aktuellen Globalisierungsdebatte aus unterschiedlichen Perspektiven nachzeichnen und eine (soziologische) Deutung der damit einhergehenden transnationalen, internationalen und nationalen Phänomene vornehmen.

weitere Informationen

 

Siegfried Saerberg
Geradeaus ist einfach immer geradeaus
Eine lebensweltliche Ethnographie blinder Raumorientierung

2006. 304 Seiten. EUR 29,00
ISBN 978-3-89669-679-3

Siegfried Saerberg rekonstruiert die Raumkonstitution im subjektiven Erfahrungsaufbau blinder Menschen zunächst auf exemplarische Weise: Ausgangspunkt seiner phänomenologischen Beschreibungen ist die Selbstprotokollierung des handelnd wahrnehmenden Orientierens, für die der selbst blinde Autor eine eigenständige akustische Methodenlehre entwickelt.

Den so gefundenen Wahrnehmungsstil eines Blinden konfrontiert er mit der sozialen Konstruktion des Raumes, wie sie in sozialen Begegnungen zwischen blinden und sehenden Passanten im Straßenverkehr interaktiv und kommunikativ vorgenommen wird. Ziel dieser Begegnungen ist das »Nach-dem-Weg-fragen« und das Erlangen von Wegauskünften. Die auftauchenden Defizite in der Konstruktion eines gemeinsamen sozialen Raumes finden sich dabei nicht auf Seiten des blinden Protagonisten – Blindheit wird vielmehr als eigenständiger und gleichberechtigter Wahrnehmungsstil verstanden – sondern auf Seiten eines nicht ausreichend zur Verfügung stehenden sozial vermittelten Wissensbestandes.

Anhand stark narrativ geprägter Interviews rekonstruiert der Autor die verschiedenen Motivations- und Sinnentwürfe seiner blinden Gesprächspartner innerhalb des Erfahrungskomplexes Straßenverkehr, und erarbeitet für diesen Handlungsbereich eine praktische Handreichung für blinde und sehbehinderte Menschen im Sinne von Barrierefreiheit und Design for All. Vor diesem Hintergrund reflektiert er auch auf Strategien und Praktiken der zur Zeit beliebten Simulationsausstellungen von Blindheit. Damit liefert er auch einen Beitrag zum mikrosoziologischen Fundament der in Deutschland noch neuen Disziplin der Disability Studies.

 

Winfried Gebhardt, Ronald Hitzler (Hrsg.):
Nomaden, Flaneure, Vagabunden
Wissensformen und Denkstile der Gegenwart

2006. 269 Seiten. Mit 7 Abb. EUR 28,90
ISBN 978-3-531-15041-3

Mit Beiträgen u.a. von Peter Gross, Matthias Junge, Sabine Boomers, Gerhard Meyer/ Michael Schetsche, Michael R. Müller, Jo Reichertz, Markus Schroer, Matthias Klemm/ Michael Popp, Hans-Georg Soeffner, Nicole Hoffmann, Frederik S. Pötzsch/Bernt Schnettler, Hans-Georg Soeffner, Martin Engelbrecht, Paula-Irene Villa, Peter Gross, Jürgen Zinnecker und Stefan Müller-Doohm

"Nomaden", "Flaneure" und "Vagabunden" werden in diesem Band als personale Bewegungsmetaphern begriffen - als Metaphern einerseits, die in vielfältigen Variationen und Ableitungen in zeitgenössischen Literaturproduktionen auftauchen, als Metaphern andererseits, die geeignet erscheinen, reale Lebensvollzüge in modernen Gesellschaften auf dem Weg ins 21. Jahrhundert als "symptomatisch" zu etikettieren. Beide Facetten der Metaphorik verweisen somit auf Wissensformen und Denkstile der Gegenwart.

Bestellformular
weitere Informationen

 

Ronald Hitzler, Michaela Pfadenhauer (Hrsg.):
Gegenwärtige Zukünfte

Interpretative Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Diagnose und Prognose
2005. 274 Seiten. EUR 19,90
ISBN 3-531-14582-7

Autoren: Olaf Behrend, Martin Engelbrecht, Thomas Feltes, Peter Gross, Ronald Hitzler, Reiner Keller, Hubert Knoblauch, Franz Liebl, Klaus Neumann-Braun, Michaela Pfadenhauer, Manfred Prisching, Jo Reichertz, Michael Schetsche, Sigrid Schmid, Axel Schmidt, Bernt Schnettler, Hans-Georg Soeffner, Stephan Teuber, Werner Vogd

Der Sinn von Diagnosen liegt für interpretativ arbeitende Sozialwissenschaftler weniger darin, zu erklären, was ist, als vielmehr darin, zu verstehen, was wir tun. Und der Sinn von Prognosen besteht dementsprechend ebenfalls nicht darin, vorherzusagen, was sein wird, sondern darin, auf das aufmerksam zu machen, was aus dem resultieren könnte, was wir tun. Verstehen zu wollen, was wir tun, um Vorstellungen davon entwickeln zu können, was das, was wir tun, für uns bedeuten mag, das impliziert also, unsere gesellschaftlichen Wirklichkeitskonstruktionen zu rekonstruieren, um unsere Möglichkeitsräume zu konstruieren. Ein breites Themenspektrum auffächernd erkunden die Beiträge dieses Bandes dergestalt jenes methodisch unwegsame Grenzgebiet zwischen 'schon' Gegenwärtigem und 'noch' Zukünftigem.

Bestellformular
weitere Informationen
 

Ronald Hitzler, Thomas Bucher, Arne Niederbacher:
Leben in Szenen
Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute
2005. 2. Auflage. 239 Seiten. EUR 21,90
ISBN 3-531-14512-6

Leben in Szenen gewinnt besonders für Jugendliche immer stärker an Bedeutung. Durch die empirische Rekonstruktion besonderer Erlebnisqualitäten unterschiedlicher Szenen entsteht ein differenziertes Bild aktueller Jugendkulturen. Leben in der spätmodernen Gegenwartsgesellschaft ist hochgradig individualisiert: Subjektivierungs-, Pluralisierungs- und Globalisierungsprozesse, sowohl in ökonomischer als auch in politischer und kultureller Hinsicht, lösen die lebenspraktische Relevanz ehedem dominierender Klassen- und Schichtstrukturen für die individuelle und kollektive Selbst- und Fremdverortung im sozialen Raum zunehmend ab. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wird die Orientierung an neuen Formen der Vergemeinschaftung insbesondere von Jugendlichen zunehmend kompetent und selbstverständlich gehandhabt. Unter diesen neuen Vergemeinschaftungsformen scheinen für das Miteinander - und infolgedessen auch für die sozialwissenschaftliche Analyse - solche besonders relevant zu werden, die wir auf den Begriff der "Szene" bringen können. Das Konzept "Szene" macht heterogene Kulturformationen vergleichbar und eröffnet zugleich den Blick auf deren je besondere Erlebnisqualitäten.

Michaela Pfadenhauer (Hrsg.):
Professionelles Handeln
2005. 266 Seiten. EUR 27,90
ISBN 3-531-14511-8

Aus dem Inhalt:
'Professionalität' ist ein zentrales Kriterium zur Beschreibung und Bewertung von Handlungsvollzügen in
der Gegenwartsgesellschaft. Professionelles Handeln lässt sich dabei als Handeln einer bestimmten
Qualität, als Handeln einer bestimmten 'Logik' oder als Handeln bestimmter Akteure, der Angehörigen
einer Profession, begreifen. Mit theoretischen und empirischen Beiträgen zu
- Paradoxien professionellen Handelns
- Standards professionellen Handelns
- (Nicht-)Kontrollierbarkeit professionellen Handelns
- Effizienz professionellen Handelns
- Vertrauen als Grundlage professionellen Handeln
- Inszenierung professionellen Handelns
werden in dem Band zentrale Bedingungen, Anforderungen und Implikationen dieser spezifischen
Handlungsform thematisiert. Anhand eines breiten Spektrums von Berufen - von der Sozialen Arbeit
über Lehrer, Journalisten und Wissenschaftler bis hin zu neuen Wissensberufen - vermittelt der Band
darüber hinaus einen umfassenden Einblick in den gegenwärtigen Stand der deutschsprachigen Professionssoziologie.

Über die Herausgeberin:
Dr. Michaela Pfadenhauer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie in der WISOFakultät
der Universität Dortmund sowie Sprecherin des Arbeitskreises „Professionelles Handeln“ der
Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Bestellformular

 


 

 
 
 
home top